Nach dem nun alle Welt seit Monaten über die so genannte Wirtschaftskrise klönt, jammert und debatiert, wirds höchste Zeit, dass auch ich mich diesem Thema annehme. Zwar hab ich persönlich absolut nix davon gespürt - was zum einen wohl daran liegt, dass ich keine Zeitungen lese und keine Nachrichtensendungen schaue, und zum anderen daran, dass ich diesem Thema keine Energie gebe (zumindest bis heute) - doch da ich nicht in einer Höhle fernab jeglicher Zivilisation und ohne den Hauch eines sozialen Kontaktes lebe, hab natürlich auch ich von dieser Wirtschaftskrise gehört. Das wär ja noch schöner, wenn wir eine Wirtschaftskrise hätten und keiner etwas davon mitkriegt! Wo kämen wir denn da hin? Tsss!
Nun denn: Da ich schwerlich über eine Krise schreiben kann, von der ich nix gespürt habe, greife ich in diesem Beitrag auf die Wirtschaftskrise aus den 90er Jahren zurück. Die hab ich zwar auch nicht gespürt, doch da ich damals bei einer Zeitung arbeitete, war ich für einmal mittendrin statt nur dabei! Die Leserzahlen dieser Zeitung gingen drastisch zurück. Langjährige Abonnenten kündigten ihr Zeitungsabo. Und das Schlimmste: Auch die Inserateeinnahmen gingen Monat für Monat besorgniserregend zurück. Was also tun? Wir haben gebrainstormt, bis uns die Köpfe rauchten. Jeden Morgen von 8 bis 9 wurden am runden Tisch Ideen ausge
tauscht und Vorschläge diskutiert. Und dann wurde uns in dieser ach so schweren Zeit auch noch ein neuer Verlagsleiter vor die Nase gesetzt. Ein junger, dynamischer und äusserst ehrgeiziger Typ, der das Ruder rum reissen und den Verlag wieder auf Erfolgskurs bringen sollte. Mit allen Mitteln!
Dass unsere Verkaufsabteilung in dieser Krise doppelten Effort leisten musste, um die Inserateseiten zu füllen, war klar. Dass nun aber das ganze Team von diesem jungen, dynamischen und äusserst ehrgeizigen Verlagsleiter dazu angehalten wurde, aktiv Todesanzeigen (!!!) zu akquirieren, ... da fehlen mir auch nach sooo vielen Jahren immer noch die Worte :-)
Not macht bekanntlich erfinderisch. Doch auch der Konzernspitze war dieser junge, dynamische und äusserst ehrgeizige Typ dann wohl doch zu jung, dynamisch und vor allem zu ehrgeizig. Und so zog er denn auch wieder von Dannen bevor sich sein überaus kreativer Vorschlag in die Tat umsetzen liess. Zum Glück! Denn am runden Tisch wurde morgens zwischen 8 und 9 bereits eifrig über den Ablauf des perfekten Mordes gebrainstormt. Und da mit einer zusätzlichen Todesanzeige die Krise nicht gemeistert werden konnte, folgten dem perfekten Mord weitere Attentate, perfide Totschläge, geplante Verkehrsunfälle, Amokläufe und ähnliches...
Das war ein Schwank aus meinem Leben. Weitere werden folgen - sofern denn die Regionalzeitung aus Schaffhausen nicht ähnliche Pläne schmiedet wie unser junge, dynamische und ehrgeizige Typ von damals, um einen Weg aus dieser angeblichen Krise zu finden... ;-)
tauscht und Vorschläge diskutiert. Und dann wurde uns in dieser ach so schweren Zeit auch noch ein neuer Verlagsleiter vor die Nase gesetzt. Ein junger, dynamischer und äusserst ehrgeiziger Typ, der das Ruder rum reissen und den Verlag wieder auf Erfolgskurs bringen sollte. Mit allen Mitteln!Dass unsere Verkaufsabteilung in dieser Krise doppelten Effort leisten musste, um die Inserateseiten zu füllen, war klar. Dass nun aber das ganze Team von diesem jungen, dynamischen und äusserst ehrgeizigen Verlagsleiter dazu angehalten wurde, aktiv Todesanzeigen (!!!) zu akquirieren, ... da fehlen mir auch nach sooo vielen Jahren immer noch die Worte :-)
Not macht bekanntlich erfinderisch. Doch auch der Konzernspitze war dieser junge, dynamische und äusserst ehrgeizige Typ dann wohl doch zu jung, dynamisch und vor allem zu ehrgeizig. Und so zog er denn auch wieder von Dannen bevor sich sein überaus kreativer Vorschlag in die Tat umsetzen liess. Zum Glück! Denn am runden Tisch wurde morgens zwischen 8 und 9 bereits eifrig über den Ablauf des perfekten Mordes gebrainstormt. Und da mit einer zusätzlichen Todesanzeige die Krise nicht gemeistert werden konnte, folgten dem perfekten Mord weitere Attentate, perfide Totschläge, geplante Verkehrsunfälle, Amokläufe und ähnliches...
Das war ein Schwank aus meinem Leben. Weitere werden folgen - sofern denn die Regionalzeitung aus Schaffhausen nicht ähnliche Pläne schmiedet wie unser junge, dynamische und ehrgeizige Typ von damals, um einen Weg aus dieser angeblichen Krise zu finden... ;-)
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